Strahlentherapie (RT) wird schon sehr früh nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen zur Behandlung von Hautkrebs eingesetzt. Indikationen für eine Strahlentherapie bei Nicht-Melanom-Krebsarten sind umstritten und werden in der Regel anhand der Tumorart und der Möglichkeit einer Heilung des Patienten durch eine Operation entschieden. Die Einführung hochentwickelter Operationstechniken und die Information der Allgemeinbevölkerung über mögliche späte strahleninduzierte Toxizität und Karzinogenese haben zu einer Einschränkung der Strahlenindikationen in der Dermatologengemeinschaft geführt. Allerdings hat die Strahlentherapie erhebliche Fortschritte gemacht, einschließlich technologischer Fortschritte, um eine Begrenzung der Dosen auf die gefährdeten Organe zu ermöglichen. Dadurch wurden Nebenwirkungen aufgrund hoher Dosen und/oder der Verwendung alter Strahlentherapietechniken (RT) deutlich verringert. In dieser systematischen Übersicht wollen wir Indikationen für eine Strahlentherapie bei nicht-melanozytären Hautkrebsarten diskutieren und uns auf neue Fortschritte konzentrieren, die zur Rehabilitation dieser Behandlungsoption entsprechend der Strahlenempfindlichkeit des Tumors und dem klinischen Nutzen-Risiko-Verhältnis führen können. Abschließend schlagen wir für jede Krebsart „die beste RT-Praxis“ vor.
Fort M, Guet S1, Colson-Durand L, Auzolle C & Belkacemi Y.



