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Lokale oberflächliche Strahlentherapie bei der Behandlung des kutanen T-Zell-Lymphoms im Minimalstadium IA (Mycosis Fungoides)

1. Januar 1998

ZIEL:

Bewertung der Auswirkungen der lokalen oberflächlichen Strahlentherapie im Hinblick auf die lokale Kontrolle, das Überleben und die Toxizität bei Patienten mit kutanem T-Zell-Lymphom im „minimalen“ Stadium IA (Mycosis Fungoides).

Methoden und Materialien:

Zwischen 1954 und 1996 wurde festgestellt, dass insgesamt 21 Patienten eine kurative lokale oberflächliche Strahlung (LSR) gegen Mycosis Fungoides im Minimalstadium IA erhielten. Alle Patienten hatten zum Zeitpunkt der Diagnose und zum Zeitpunkt des Verdachts auf Rezidive eine pathologische Dokumentation und kein Patient war zuvor bestrahlt worden. Zehn Patienten wurden mit 100-280 KV (A1) und 11 mit 4-12 MeV-Elektronen behandelt. Bei neun Patienten hatten vorherige Therapien versagt (Steroide: 4; PUVA: 3; BCNU: 1; UVB: 1) und sechs erhielten nach Abschluss der LSR eine adjuvante Therapie (PUVA: 5; Steroide: 1). Die minimale Nachbeobachtungszeit betrug 1 Jahr.

ERGEBNISSE:

Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 36 Monate (13–246) und das mittlere Alter bei Beginn der LSR betrug 55 Jahre (27–73). Alle Patienten waren Kaukasier und 11 waren männlich. Bei 32 Patienten wurden insgesamt 21 Läsionen identifiziert; 13 Patienten hatten eine uniläsionale Erkrankung, 5 Patienten hatten 2 Läsionen und 3 hatten 3 Läsionen. Insgesamt wurden 33 Felder mit einer mittleren Behandlungsfläche von 107 cm2 (11-785) behandelt. Die mittlere Oberflächendosis betrug 20 Gy (6–40), wobei 17 Patienten eine Dosis > oder = 20 Gy erhielten. Die mittlere Fraktionszahl betrug 5 für alle Felder, betrug jedoch 10 für die Felder, die 20–40 Gy erhielten. Die vollständige Rücklaufquote betrug 97 % und alle Patienten waren zum Zeitpunkt der letzten Untersuchung am Leben. Alle Ausfälle waren kutaner Natur. Ein Patient hatte eine persistierende Erkrankung (behandelt mit 6 Gy) und drei versagten lokal nach 52 Monaten (8 Gy), 16 Monaten (20 Gy) und 4 Monaten (20 Gy). Keiner dieser Patienten erhielt eine adjuvante Therapie. Zwei Patienten versagten an entfernten Hautstellen und konnten gerettet werden. Das versicherungsmathematische DFS für die gesamte Gruppe betrug nach 5 und 10 Jahren 75 bzw. 64 %, wobei die lokale Kontrolle in beiden Zeitintervallen 75 % betrug. Bei den 13 Patienten mit unilesionaler Erkrankung betrug das DFS nach 85 Jahren 10 %. Bei denjenigen, die mit Dosen > oder = 20 Gy behandelt wurden, betrug das DFS 91 %, ebenso wie bei der lokalen Kontrolle (keine Fernausfälle). Zu den Toxizitäten gehörten leichtes Erythem und akute trockene Abschuppung. Zu den chronischen Toxizitäten zählten Dermatitis [2] und Teleangiektasie [1]. Es wurden keine zweiten Hautmalignome oder hämatologische Toxizität festgestellt.

FAZIT:

Patienten mit Mycosis Fungoides im minimalen Stadium IA können allein mit lokaler oberflächlicher Bestrahlung ohne adjuvante Therapie wirksam behandelt werden. Ein Fernversagen ist ungewöhnlich und die Patienten sollten eine Oberflächendosis von mindestens 20 Gy erhalten, die eine hervorragende lokale Kontrolle bietet. Die Folgen der Therapie sind minimal.

Wilson LD, Kacinski BM & Jones GW.

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